Ü20 Party #2

Wir schreiben Mitte April 2016. Wieder steht mein lang ersehnter Urlaub vor der Tür und ich heiß wie Frittenfett auf´s Angeln. Es sollte an einen rund 25 Hektar großen See mit sehr gutem Bestand an kapitalen Fischen gehen. Dieses Gewässer befischte ich bereits in den Jahren zuvor und hatte deshalb schon eine gewisse Vorstellung wie ich dort vorgehen würde. Bereits Freitagabend war mein Auto mit Baits und Verpflegung beladen. So konnte ich schon Samstagfrüh die gut drei Stunden lange Fahrt ins Nachbarland antreten. Ohne Zwischenfälle erreichte ich mein Ziel.

Nach einem kurzen Smaltalk mit meinen Nachbaren machte ich mich bereit mein Zelt aufzubauen und die Ruten zu montieren. Eine Stunde später waren meine Fallen scharf gemacht. Ich fütterte anfangs 10 Kilo BAC Boilies in 20mm. Auch am Haken beschränkte ich mich auf einen einzelnen, kleinen Bodenköder am Combirig in 30 cm Länge. Die ersten 24 Stunden dann kein Biss. Allmählich machte ich mir sorgen. Ich spielte bereits mit den Gedanken den Spot zu wechseln als mich ein Dauerton aus meinen Gedanken riss. Nach einem Harten Drill konnte ich dann einen Spiegler mit 20,2kg landen. Meine Freude war riesig. Kurz darauf bekam ich erneut einen Biss und auch dieser fisch hatte 20,4kg. Eine große innere Zufriedenheit machte sich in mir breit. Schnell verewigte ich den Doppelschlag digital mit dem Selbstauslöser und die stolzen Tiere durften zurück in ihr Element.

Jetzt ging es Schlag auf Schlag. Die Fische drehten völlig durch und standen so schien es zumindest alle auf meinem Platz. Die zwei Tschechischen Kollegen von denen einer perfekt Deutsch sprach meinte ob ich jetzt eine Bestandsaufnahme durchführen wolle. Wir lachten Herzhaft und hatten wirklich eine tolle Zeit. Am Ende benötigte ich 50kg Boilies, 50kg Partikel, 20kg Bloodwormpellets und 60kg Teig.

 

Das Resümee ist unglaublich aber wahr:

64 Fänge und ein Gesamtgewicht von 1030,4kg, einen Durchschnitt von 16,1kg.

22 Karpfen über 20kg, davon 7 Stück über 25kg

Schwerster Karpfen 28,2kg.

Doch letztlich gehört auch das einfach immer dazu : Glück.

Und Schritt eins, in Richtung Glück ist, einfach loszufahren, einer Intuition zu folgen. Gut das ich meine Chance genutzt habe.

 

Ein Bericht von Bernd Schieder!